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Intensiver Abschied

Lieber Besucher,

Wie wichtig ist ein intensiver Abschied von einem geliebten Menschen?

Ich habe gerade einen sehr intensiven, schönen und ganz bewussten Abschied von meinem geliebten

alten Vater durchlebt und kann sagen, das dies mir und auch meinen Geschwistern mehr als gut getan hat,

um gesund und bewusst in den Trauerprozeß zu kommen.

Für mich war es ein großes Geschenk das ich genauso wie bei meiner Mutter im Moment des Sterbens bei meinem Papa sein durfte.

Er ist ganz schnell und friedlich und vor allem in seinem Haus gegangen und es ist ein heiliger Moment - der Moment des Todes.

Danach haben meine Schwester und ich ihn gewaschen, angezogen und im Haus aufgebahrt.

Wir fünf Geschwister hatten ganz viel Zeit um zu Hause Abschied zu nehmen. Wir konnten ganz bewusst den Zusatnd TOD begreifen, fühlen und spüren.

Die Veränderung eines toten Körpers sehen.

Nachdem mein Papa aus dem Haus geholt wurde sind wir auch noch mit ins Kreatorium gefahren und haben den letzten Weg seiner menschlichen Hülle ins Feuer begleitet. Und auch dies fand ich sehr wichtig und gut. Alles in allem war es wirklich ein runder Abschied.

Genau diese Erlebnisse wünsche ich vielen Menschen.

Es darf die Angst vor einem solchen Abschied verschwinden.

Seit mutig und erlebt den Tod bewusst.

Natürlich gilt dies für Menschen, die nicht durch einen Unfall entstellt wurden.

Wusstet Ihr das ihr den Verstorbenen auch wenn er im Krankenhaus stirbt zur Aufbahrung nach Hause holen dürft?

In diesem Sinne wünsche ich Euch MUT und keine Ängste die Euch lähmen.

 

 

 

Ich möchte ihn so in Erinnerung behalten wie er war

Ein geliebter Mensch ist verstorben. Immer wieder höre ich die Aussage, das die Verstorbenen nicht noch einmal angeschaut werden und es kommt die Aussage: "Ich möchte ihn so in Erinnerung behalten wie er war".

Ich halte es für wichtig sich den geliebten Menschen der tot ist noch einmal anzuschaue,  um den Zustand "tot" bewusst zu begreifen! Ein Mensch sieht anders aus und fühlt sich anders an. Für die Zugehörigen ist es oftmals ein wichtiger Schritt dies zu begreifen.

Inzwischen gibt es auch wieder mehr Menschen, die nicht alles aus der Hand geben nach dem Todesfall, sondern das waschen, einkleiden und die letzte Fürsorge selbst an dem Verstorbenen vornehmen. Dies sind wichtige Schritte um eine gesunde Trauer zu durchleben.

Früher, und damit meine ich nicht das Mittelalter :-) war es ganz normal, das die Toten zu Hause aufgebahrt wurden und die Familie und Nachbarschaft sich vom Toten verabschieden konnten.

Ein Stau im Fluß des Lebens

Auf meinen Weg nach Berlin in der letzten Woche, habe ich leider sehr lange im Stau gestanden.

Jedoch hatte ich viel Zeit und mir ist ein Gedanke gekommen:

Trauer ist wie ein Stau. Ein Stau im Fluß des Lebens! Durch nicht nachvollziehbare Hervorkommnisse ( =Todesfall ) oder eine Baustelle ( = absehbarer Tod durch eine evtl Krankheit ) oder einen Unfall ( =plötzlicher Todesfall )

gerät der Lebensfluß  ins stocken.

Um einen herum dreht sich die Welt weiter, aber in unserem Leben stockt und hakt es und manchmal steht einfach alles still.

Es tauchen Rettungskräfte auf ( = die Familie ) und versuchen so gut sie können zu helfen. Es tauchen Helfer auf ( = Freunde) und versorgen uns mit dem Nötigsten

um es im Auto auszuhalten. 

Alles um uns herum wird getan, um den Stau aufzulösen und den Verkehr ( = das Leben) wieder ins fließen zu bekommen.

Und ganz plötzlich, niemand weiß wieso, rollt es wieder. Es geht weiter. 

Es geht evtl jetzt anders weiter, weil ich eine Umleitung fahren muss, aber der Stau löst sich auf einmal auf.

Genauso ist es mit der Trauer. Niemand kann sagen wie lange sie dauern wird. Niemand kann sagen was getan werden muss.

ABER irgendwann geht der Fluß  des Lebens wieder weiter.

Ich wünsche Euch keinen unverhersehbaren, plötzlichen, unendlich langen Stau in eurem Lebensfluß.

Jedoch, wenn er kommt seit gewiss - irgendwann geht es wieder weiter !

 

 

Die Geschichte mit dem Ehrenamt

Darf man von Trauernden Menschen Geld verlangen?

JA ! Die Trauerbegleitung die z.B.: von mir angeboten wird hat einen sehr viel intensiveren Schulungshintergrung als die von "ehrenamtlichen Trauerbegleitern".

Gerade hier im kleinen Arnsberg ist in jedem Gebiet alles durch Ehrenamt und Selbsthilfegruppen aufgefangen. Das ist auch gut. ABER auch Menschen mit einer intensiven Ausbildung dürfen für ihre Arbeit mit Trauernden Geld nehmen.Haben Sie schon einmal den Bestatter oder Floristen gefragt, ob er seine Arbeit ehrenamtlich macht? 

Natürlich gibt es trauirge Fälle wo durch den Tod des Hauptverdieners keine finanziellen Möglichkeiten für eine Begleitung möglich sind. Jedoch gibt es auch für die Menschen Angebote die trotzdem proffessionel sind.

Wenn Sie /ihr zu diesem Thema eine besondere Meinung habt - dann freue ich mich über eine Antwort :-) gerne per Mail oder auch bei Facebook in meiner Gruppe 

https://www.facebook.com/groups/Lebewohl/

 

Kontakt

Tannenweg 13, 59821 Arnsberg

+49 (0) 151 587 548 17

trauerbegleitung@lebewohl.eu

Links

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