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Ich möchte ihn so in Erinnerung behalten wie er war

Ein geliebter Mensch ist verstorben. Immer wieder höre ich die Aussage, das die Verstorbenen nicht noch einmal angeschaut werden und es kommt die Aussage: "Ich möchte ihn so in Erinnerung behalten wie er war".

Ich halte es für wichtig sich den geliebten Menschen der tot ist noch einmal anzuschaue,  um den Zustand "tot" bewusst zu begreifen! Ein Mensch sieht anders aus und fühlt sich anders an. Für die Zugehörigen ist es oftmals ein wichtiger Schritt dies zu begreifen.

Inzwischen gibt es auch wieder mehr Menschen, die nicht alles aus der Hand geben nach dem Todesfall, sondern das waschen, einkleiden und die letzte Fürsorge selbst an dem Verstorbenen vornehmen. Dies sind wichtige Schritte um eine gesunde Trauer zu durchleben.

Früher, und damit meine ich nicht das Mittelalter :-) war es ganz normal, das die Toten zu Hause aufgebahrt wurden und die Familie und Nachbarschaft sich vom Toten verabschieden konnten.

Ein Stau im Fluß des Lebens

Auf meinen Weg nach Berlin in der letzten Woche, habe ich leider sehr lange im Stau gestanden.

Jedoch hatte ich viel Zeit und mir ist ein Gedanke gekommen:

Trauer ist wie ein Stau. Ein Stau im Fluß des Lebens! Durch nicht nachvollziehbare Hervorkommnisse ( =Todesfall ) oder eine Baustelle ( = absehbarer Tod durch eine evtl Krankheit ) oder einen Unfall ( =plötzlicher Todesfall )

gerät der Lebensfluß  ins stocken.

Um einen herum dreht sich die Welt weiter, aber in unserem Leben stockt und hakt es und manchmal steht einfach alles still.

Es tauchen Rettungskräfte auf ( = die Familie ) und versuchen so gut sie können zu helfen. Es tauchen Helfer auf ( = Freunde) und versorgen uns mit dem Nötigsten

um es im Auto auszuhalten. 

Alles um uns herum wird getan, um den Stau aufzulösen und den Verkehr ( = das Leben) wieder ins fließen zu bekommen.

Und ganz plötzlich, niemand weiß wieso, rollt es wieder. Es geht weiter. 

Es geht evtl jetzt anders weiter, weil ich eine Umleitung fahren muss, aber der Stau löst sich auf einmal auf.

Genauso ist es mit der Trauer. Niemand kann sagen wie lange sie dauern wird. Niemand kann sagen was getan werden muss.

ABER irgendwann geht der Fluß  des Lebens wieder weiter.

Ich wünsche Euch keinen unverhersehbaren, plötzlichen, unendlich langen Stau in eurem Lebensfluß.

Jedoch, wenn er kommt seit gewiss - irgendwann geht es wieder weiter !

 

 

Die Geschichte mit dem Ehrenamt

Darf man von Trauernden Menschen Geld verlangen?

JA ! Die Trauerbegleitung die z.B.: von mir angeboten wird hat einen sehr viel intensiveren Schulungshintergrung als die von "ehrenamtlichen Trauerbegleitern".

Gerade hier im kleinen Arnsberg ist in jedem Gebiet alles durch Ehrenamt und Selbsthilfegruppen aufgefangen. Das ist auch gut. ABER auch Menschen mit einer intensiven Ausbildung dürfen für ihre Arbeit mit Trauernden Geld nehmen.Haben Sie schon einmal den Bestatter oder Floristen gefragt, ob er seine Arbeit ehrenamtlich macht? 

Natürlich gibt es trauirge Fälle wo durch den Tod des Hauptverdieners keine finanziellen Möglichkeiten für eine Begleitung möglich sind. Jedoch gibt es auch für die Menschen Angebote die trotzdem proffessionel sind.

Wenn Sie /ihr zu diesem Thema eine besondere Meinung habt - dann freue ich mich über eine Antwort :-) gerne per Mail oder auch bei Facebook in meiner Gruppe 

https://www.facebook.com/groups/Lebewohl/

 

Selbstfürsogre

Verschiedene Menschen würden es  als Egoismus bezeichnen. ABER nein Selbstfürsorge hat damit nichts zu tun.

Sorge für Dich, mache Dinge, denke Gedanken die Dir gut tun. Wenn es mir gut geht wird es auch meinem Umfeld gut gehen.

Fogender Text soll ein paar kleine Denkanstöße geben:

Lass dich fallen, lerne Schlangen zu beobachten
Pflanze unmögliche Garten
Lade jemand Gefährlichen zum Tee ein
Mach kleine Zeichen, die JA sagen
und verteile sie überall im Haus
Werde Freund von Freiheit und Unsicherheit
Freue dich auf Träume
Weine bei Kinofilmen
schaukele so hoch du kannst bei Mondlicht
Pflege verschiedene Stimmungen
verweigere Dich, verantwortlich zu sein
Tu es aus Liebe!
Mache eine Menge Nickerchen
Glaube an Zauberei, lache viel
Kichere mit Kindern
öffne Dich, Tauche ein, sei frei, Preise dich
Lass die Angst fallen, spiele mit allem
Unterhalte das Kind in Dir
Du bist unschuldig
Baue eine Burg
Werde nass
Umarme Bäume

Kontakt

Tannenweg 13, 59821 Arnsberg

+49 (0) 151 587 548 17

trauerbegleitung@lebewohl.eu

Links

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