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schwieriges Thema: "Organspende"

Neben meiner Arbeit als Trauerbegleiterin befinde ich mich seit 2018 in der Ausbildung zur Sterbeamme.

Sterbeamme? Was ist das denn?

Wie die Bezweichnung schon sagt geht es hier nicht nur um Trauerbegleitung nach dem Tod, sondern auch um die Begleitung am Lebensende von Sterbenden und Angehörigen. Zu einer genaueren Beschreibung meiner Arbeit als Sterbeamme werde ich hier noch berichten.

In dieser Ausbildung gehen wir viele verschiedene Themen an. Bei dem letzten Schulungswochenende ging es u.a. um Organspeden. Ich möchte hier niemanden belehren oder zu einem Ja oder nein bringen, ABER ich möchte anregen vor der Entscheidung, ob man seine Organe spenden möchte sich die Zeit zu nehmen und mit dem Thema auseinander zu setzten.

Wie möchte ich sterben? Und ist dies bei Organspende möglich?

Was passiert genau mit mir und meinen Angehörigen?

Was bedeutet Hirntod?

Ist es für den potenziellen Emfänger ein Segen?

Viele, viele Fragen tauchen auf, wenn man dieses hochsensibele Thema an sich heran lässt.

 

Trauerbegleitung - Warum?

Liebe Blogleser,

ich habe nun schon zwei Gespräche geführt wo die Frage aufkam:

WARUM eigentlich Trauerbegleitung?

Bisher haben doch auch alle Menschen ihre Trauer in der Familie durchlebt und bewältigt.

Das stimmt.

Allerdings hat sich unsere Gesellschaft verändert und vor allem Familiensysteme haben sich verändert. Es gibt Patchworkfamilien, es gibt alleinerziehende, es gibt zerbrochene Familien und es gibt inzwischen Krankheiten die eine Familie an ihre Grenzen bringen. All dies kann einen Menschen in seiner Trauer aus der Bahn werfen und die Trauerbegleitung kann genau dort ansetzten. Schön und wünschenswert sollte es IMMER sein das ein Mensch seine Trauer selbst durchleben und den Weg ins Leben mit dem Verlust finden kann. Dies ist  jedoch heutzutage nicht immer der Fall.

Trauerbegleitung findet man z.B.: über den Bundesverband für Trauerbegleitung oder auf der Seite www.sterbeamme.eu

Hospize oder Kirchengemeinden bieten auch Gruppen an.

Intensiver Abschied

Lieber Besucher,

Wie wichtig ist ein intensiver Abschied von einem geliebten Menschen?

Ich habe gerade einen sehr intensiven, schönen und ganz bewussten Abschied von meinem geliebten

alten Vater durchlebt und kann sagen, das dies mir und auch meinen Geschwistern mehr als gut getan hat,

um gesund und bewusst in den Trauerprozeß zu kommen.

Für mich war es ein großes Geschenk das ich genauso wie bei meiner Mutter im Moment des Sterbens bei meinem Papa sein durfte.

Er ist ganz schnell und friedlich und vor allem in seinem Haus gegangen und es ist ein heiliger Moment - der Moment des Todes.

Danach haben meine Schwester und ich ihn gewaschen, angezogen und im Haus aufgebahrt.

Wir fünf Geschwister hatten ganz viel Zeit um zu Hause Abschied zu nehmen. Wir konnten ganz bewusst den Zusatnd TOD begreifen, fühlen und spüren.

Die Veränderung eines toten Körpers sehen.

Nachdem mein Papa aus dem Haus geholt wurde sind wir auch noch mit ins Kreatorium gefahren und haben den letzten Weg seiner menschlichen Hülle ins Feuer begleitet. Und auch dies fand ich sehr wichtig und gut. Alles in allem war es wirklich ein runder Abschied.

Genau diese Erlebnisse wünsche ich vielen Menschen.

Es darf die Angst vor einem solchen Abschied verschwinden.

Seit mutig und erlebt den Tod bewusst.

Natürlich gilt dies für Menschen, die nicht durch einen Unfall entstellt wurden.

Wusstet Ihr das ihr den Verstorbenen auch wenn er im Krankenhaus stirbt zur Aufbahrung nach Hause holen dürft?

In diesem Sinne wünsche ich Euch MUT und keine Ängste die Euch lähmen.

 

 

 

Kontakt

Tannenweg 13, 59821 Arnsberg

+49 (0) 151 587 548 17

trauerbegleitung@lebewohl.eu

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