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Sterbeheilkundeverein e.V.

Ich möchte Euch heute den Sterbeheilkundeverein e.V. vorstellen.

Dieser Verein bestehend aus Sterbeammen und Sterbegefährten verfolgt folgende Ziele: 

Der Verein Sterbeheilkunde e.V. hat sich aus den Bemühungen um einen -für alle Beteiligten- friedlichen Abschied im Jahr 2008 gegründet.

Niemand spricht gerne vom Aufbruch in eine unbekannte Welt. Die Thematik Tod ist weder in unserer Gesellschaft, ihren Institutionen, noch im persönlichen Umfeld präsent. Dabei wissen wir alle, dass unser Leben mit einer letzten großen Reise enden wird.

Eine Heilkunde – analog zur Geburtsheilkunde – achtet und begleitet diesen Abschied. Das geschieht aus dem Wissen heraus, dass Wachheit und Frieden die besten Begleiter für ein kraftvolles Leben und ein hoffnungsvolles Sterben sind.

"Wenn wir eine weise Frau brauchen, um uns ins Leben zu begleiten, so brauchen wir jemand ebenso weisen, uns wieder hinaus zu begleiten."
Montaigne

Der Verein Sterbeheilkunde e.V. möchte – analog zur Geburtsheilkunde – eine Sterbeheilkunde entwickeln. Während sich die Geburtsheilkunde in den letzten Jahrzehnten entwickelt hat, liegt die Sterbeheilkunde noch im Dunklen.

Durch die Entstehung der Palliativmedizin und von Hospizen sind erste Schritte dazu getan, einen würdevollen Abschied zu ermöglichen.

Durch die Arbeit von Sterbeammen und Sterbegefährten wird ein fehlendes Bindeglied in der Arbeit im Abschiedsprozess ergänzt: die Hürden und Probleme im Abschiedsprozess werden medikamentenfrei versorgt und verwandelt. Für diese Themen klafft in unserer heutigen Gesellschaft eine große Lücke.

Schaut doch einmal vorbei und informiert Euch über die Arbeit des Vereines :-)

www.sterbeheilkunde.de

 

 

Die Welt steht stil.......

Die Welt steht still

Die Erde atmet 

Die Menschheit besinnt sich

Die Zeit mit Corona ist eine seltsame Zeit. Menschen bleiben zu Hause. Homeoffice. Flugzeuge bleiben am Boden. Bangen um den Job.

Es gibt viele Dinge in dieser Zeit, die auch die Angst der Menschen schüren. Aber was finden wir denn positives in dieser Zeit?

Ich empfehle Euch einmal eine Liste mit Pro und Contra erstellen :-) Es ist spannend zu sehen was auch alles positiv an der Krise ist!

In meinem Aufgabenbereich stehe ich sprachlos vor den ganzen neuen Regelungen.

Sterben und Abschiede finden auf ein Minimum begrenzt wenn nicht sogar alleine statt. Wie wichtig ist es, nicht nur für einen sterbenden Menschen sondern auch für seine Zugehörigen bei dem Abschied vom Leben zusammen zu sein. Viele Menschen alleine in Pflegeheimen werden auch genauso einsam sterben. 

Vielleicht lösen sich die Regelungen in zwei Wochen, vielleicht aber auch nicht.

Bleibt beisammen und gesund :-)

Eure TIna

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

veränderte Gesellschaft ?

Heute morgen las ich in der Tageszeitung vom Tod des Feuerwehrmannes in Augsburg. Kinder sind die Täter. Was passiert in unserer Gesellschaft? Was läuft falsch? Wieso ist soviel Arrgression unter vielen Jugendlichen?

Meiner Meinung nach muss Presse und Medien einmal darüber nachdenken, ob dort evtl durch die mediale Brutalität auch ein kleiner Anteil liegt. 

Junge Menschen haben heute gar keinen Respekt mehr vor dem Tod, vor den Folgen eines brutalen Überfalls. Das jemand dabei sterben könnte entzeiht sich dem Bewusstsein. Der Tod ist doch eine mediale Realtität und taucht tagtäglich in den Köpfen durch Bilder, Berichte und Spiele auf.

Ich verstehe meine Arbeit als Gefühlslehrer. Wenn ich mit Menschen arbeite, die einen geliebten Menschen verloren haben, ist die Hauptaufgabe das Gefühlschaos zu ordnen.

Bei Jugendlichen wie im Fall von Augsburg denke ich das sie gar kein Gefühl dafür haben was der Tod in der betroffenen Familie bedeutet.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nichts und niemand ist unvergänglich

Der Wunsch der Menschheit " unvergänglich zu sein" ist sehr alt und hält immer noch an.

Jedoch sind wir Menschen Materie und jede Materie ist vergänglich und endlich in seiner Form - auch wir Menschen. Die eine Materie übersteht jedoch tausende von Jahren und die andere nur 80 Jahre oder ein paar Tage oder Stunden.

Ich möchte von einem sehr bewegenden Erlebnis berichten. Mein Papa ist im letzten Jahr "lebenssatt" und zufrieden mit 89 Jahren in eine neue Dimension aufgebrochen. Seit seiner frühen Kindheit hatte er einen kleinen Flußkiesel in seinem rechten Zeigenfinger. Dieser hat mich immer wieder faszinierd und ich habe als Kind oft damit rumgespielt.

Als Papa seinen Körper verlassen hat und seine Hülle ins Krematorium ging, habe ich mir heimlich gewünscht das die MItarbeiter diesen Kiesel dort finden. Leider war dies nicht der Fall :-( Ein Jahr später haben ich und meine Geschwister die letzte Asche von ihm verstreut und siehe da, im kleinen Döschen rappelte es und es war in der Asche ein kleiner Stein zu sehen.

Für mich steht es fest: Dies ist der Überrest von Papa´s Kiesel und er hat ihn uns hinterlassen. Mein Verstand weiß, das es sehr wahrscheinlich nicht der Kiesel ist, sondern höchst wahrscheinlich ein Nierenstein oder Ähnliches. Mein Herz und meine Seele sieht den kleinen Stein aus Papas Finger und hat somit etwas für die kommende Zeit als letztes Stück Materie von ihm für uns hinterlassen. 

Kontakt

Tannenweg 13, 59821 Arnsberg

+49 (0) 151 587 548 17

trauerbegleitung@lebewohl.eu

Links

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